Archiv für Juli 2010

Autonome Vollversammlung NRW am 1.8. 2010 in AZ Wuppertal

Vollversammlung für autonome Politik in NRW

Am 01.08.2010 findet im AZ Wuppertal die NRW-weite Vollversammlung für autonome Politik statt. Hier die Einladung:

Wir laden euch ein zu einer NRW-weiten Vollversammlung für autonome Politik am 01.08.2010 um 14.00 Uhr im AZ Wuppertal, Markomannenstraße 3., die Aktivist_innen aus einem breiten autonomen Spektrum ansprechen soll:
NRW-weite kontinuierliche Treffen gibt es in einer (zumindest halbwegs) offenen Form nur noch innerhalb der einzelnen Themenfelder autonomer Politik. Antifas treffen Antifas, Antiras treffen Antiras usw. Den Sinn dessen wollen wir nicht absprechen, aber wir denken, es ist wichtig, diese Themenfelder wieder mehr miteinander zu vernetzen.
Politische Gruppen und Einzelpersonen, die ein autonomes Selbstverständnis haben, arbeiten oft vereinzelt und isoliert in ihren Themenfeldern, zu ihren politischen Prioritäten. Dass die autonome Bewegung so ausdifferenziert ist, dass eine Spezialisierung stattgefunden hat, dass jeder der vielen Kämpfe sich spezifisches Wissen aneignete und produzierte, all das ist nur gut so. Wenn wir es aber nicht schaffen, uns aufeinander zu beziehen, die Differenz zu nutzen, werden wir zu vielen kleinen Ein-Punkt-Bewegungen und verpassen eine riesige Chance: Die Chance, uns auf einer solidarischen Basis zu vernetzen, jeweils von dem Wissen der anderen zu profitieren.

Viel zu oft werden Kämpfe gegen unterschiedliche Unterdrückungsverhältnisse gegeneinander ausgespielt und dabei erstens negiert, dass Unterdrückungsverhältnisse sich gegenseitig bedingen, und zweitens nicht beachtet, dass – geht es um radikale Gesellschaftskritik – eine Zurückweisung des einen nichts bringt, wird nicht auch das andere bekämpft. Das heißt eben nicht, dass wir alle zu allem arbeiten müssen. Jede_r hat eigene politische Prioritäten. Bei einer Vernetzung geht es nicht darum zu vereinheitlichen, den einen genialen Schwerpunkt, die beste Kampagne oder die ultimative politische Notwendigkeit zu konstatieren. Es geht nicht um Zentralismus oder parteiähnliche Strukturfindung. Viele von uns kennen sich, sehen sich auf Aktionen, auf Veranstaltungen. Uns geht’s darum, diese Kontakte auf- oder auszubauen.
Es soll ein Forum geschaffen werden, in dem Erfahrungen ausgetauscht und auch kritische Auseinandersetzungen solidarisch auf gemeinsamer politischer Grundlage geführt werden können. Wir wollen miteinander statt übereinander reden und weg von einer Kritikkultur, die im schlimmsten Fall über Indymedia konstatiert, was woanders scheiße läuft. Es geht um eine Stärkung unserer Bewegung(en). Wir glauben, dass mit regelmäßigen Treffen an verschiedenen Orten Bezüge hergestellt werden, jenseits der „eigenen“ Zusammenhänge und jenseits freundschaftlicher zufälliger Verbindungen. Aus vielen kleineren Städten und aus Dörfern hören wir oft, dass es unheimlich schwer ist, Kontakte zu knüpfen, selbst für organisierte Gruppen, gerade in den Städten, in denen es keine linken Zentren gibt. Für Menschen, die nicht in Gruppen organisiert sind, sind die Schwierigkeiten sicher noch mal größer. Öffentliche autonome VVs können Anlaufpunkte sein für viele nicht überregional organisierte, und sie können dabei helfen, autonome Politik in NRW (wieder) zu einer kontinuierlichen, öffentlich wahrgenommenen politischen Kraft zu machen.

Autonome Politik in NRW

Die Idee zu dieser VV entstand auf dem Autonomiekongress in Hamburg 2009, auf dem mehr als deutlich wurde, dass solche Treffen viel öfter stattfinden sollten. Aus diesem Grund entschlossen wir uns, diese VV zu initiieren, mit der Hoffnung, dass diese zum Selbstläufer wird. „Wir“ sind das autonome Regioplenum Ruhrgebiet/Bergisches/Rheinland, das sich seit 1995 regelmäßig trifft. Wir kommen aus verschiedenen Themenfeldern, aus dem Antirassismus, dem Feminismus, dem Antifaschismus, aus antikapitalistischen Widerständen gegen Prekarisierung, dem Antimilitarismus, aus der Anti-Atom Bewegung, dem Internationalismus. Uns eint dabei ein autonomes Selbstverständnis, ein ähnlicher Politikansatz und der Wille, zusammen solidarisch zu agieren.

Dieses Selbstverständnis beinhaltet eine Politikform im Sinne sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit, die außerhalb bürokratischer Parteien- und Gewerkschaftsapparate stattfindet, ein Selbstverständnis in Ablehnung des kapitalistischen, patriarchalen Systems, der Staatlichkeit und aller anderen Formen der Unterdrückung. Dabei wollen und können wir uns nicht ins „Außen“ stellen, es geht auch um die Bereitschaft, politische Ansprüche auf uns selbst zu beziehen. Wir verstehen uns als Teil einer Bewegung, die auf Selbstbestimmung fokussiert, auf individuelle und kollektive Freiheit, auf einen Kampf um politische, ökonomische und kulturelle Autonomie. Wir wehren uns gegen alle staatlichen Versuche der Vereinnahmung, gegen Vereinheitlichung und Ideologisierung und gegen jedwede Normierungsversuche auch autoritärer linker Organisationen.

In diesem Sinne laden wir euch ein zur Vollversammlung für autonome Politik am 01.08.2010 um 14.00 Uhr
ins AZ Wuppertal, Markomannenstraße 3
.

http://autonomepolitiknrw.blogsport.eu/

Veranstaltungsreihe zu Krise und Nationalismus

Krise & Nationalismus

In der Krise wurden die unterschiedlichen nationalökonomischen Leistungsfähigkeiten der Staaten offensichtlich. Viele Staaten gerieten durch kostspielige Steuerungsversuche in neue Abhängigkeit von Bürgenden und Gläubigerstaaten. Doch selbst die Staaten, die ihre ordnungspolitischen Wünsche durchsetzen konnten, bewegen sich in einem Widerspruch: Die Krise soll »bewältigt« werden, doch die Rückkehr auf einen kapitalistischen »Wachstumskurs« ist zugleich die Rückkehr zur krisenträchtigen Standortkonkurrenz. Die vermeintliche Ohnmacht gegenüber den eigenen gesellschaftlichen Verhältnissen verschweißt das nationale Kollektiv ideologisch zur Schicksalsgemeinschaft. In der Veranstaltungsreihe »Krise und Nationalismus« sollen die ökonomischen und ideologischen Verwerfungen in der Krise analysiert werden.

Lehren aus zwei Jahren Weltwirtschaftskrise- Finanzkapital, Staatsschulden & Eurokrise

mit Magarete Wirth (Uni Bremen, Gegenstandpunkt)
03. August, 19:30 Uhr, Naturfreundehaus Köln-Kalk (Kapellenstr 9a.)

Griechische Zustände und deutsche Misere
Jimmy Boyle (Berlin) & Antifa AK Köln
30. August, 19:30 Uhr, Autonomes Zentrum Köln (Wiesbergstr 44., Haltestelle Kalk- Kapelle)

Deutschland grenzenlos? – Nationalismustaumel in Krisenzeiten
Rainer Trampert (Publizist), TOP B3RLIN, associazione delle talpe
25. September, 19:30 Uhr, Alte Feuerwache (Melchiorstr. 3, Nähe Ebertplatz)

Kapitalismus Kaputt?
Tomasz Konicz (Autor bei Lunapark 21, Krisis)

20. November, 17 Uhr, Naturfreundehaus Köln-Kalk (Kapellenstr. 9a)

Ankündigungstexte und weitere Informationen: http://www.krisennationalismus.blogsport.de/

Aufruf zur Demo am 04.09.2010 im Dortmund. Dem europaweiten Naziaufmarsch entgegentreten!

Unterstützer_innenliste hier
(Wenn ihr auch unterstützen wollt: E-Mail an s4@nadir.org)

S4 Bündnis Demo 04.09.2010 Dortmund

Ein verdrehter Antikriegstag

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Das „Event“ der „Autonomen Nationalisten“

Einige Zeit lang schien es, als würde sich dieser Neonazi-Aufmarsch unter Federführung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten” zu einem wichtigen Tag im Kalender der aktionsorientierten extremen Rechten entwickeln, da bei dem Aufbau dieses Ereignisses besonders auf den „Event-Charakter” Wert gelegt wurde. Während zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Neonazis erschienen, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an. Das Gewaltpotential bei Aufmärschen der Dortmunder Neonazis hat in dieser Zeit massiv zugenommen; 2009 etwa überfielen circa 400 Neonazis aus einer Spontandemonstration heraus die 1. Mai- Demonstration des DGB.

Diese Erfolgsgeschichte erfuhr im letzten Jahr einen empfindlichen Einschnitt. Denn 2009 ist es gelungen, den Mythos des „Nationalen Antikriegstags“, den die Dortmunder Neonazis in jahrelanger europaweiter Mobilisierungsarbeit versucht hatten aufzubauen, erfolgreich zu beschädigen. In der Stadt kam Einiges in Bewegung, und letztlich gestaltete es sich für die Polizei durch die zahlreichen Gegenaktivitäten zu schwierig, den Schutz für die Nazidemonstration zu gewährleisten. Der „Nationale Antikriegstag“ blieb somit weit hinter den Erwartungen der Nazis zurück, die mit ansehen mussten, wie ihre „Erfolgsstory” in einer Kundgebung buchstäblich stehen blieb. Doch das letztjährige Debakel hindert die Dortmunder Autonomen Nationalist_innen nicht daran, weiterhin an der Etablierung eines „Nationalen Antikriegstages” festzuhalten. Für dieses Jahr haben die Dortmunder Neonazis an drei Tagen rund um das erste Septemberwochenende (3.,4.,5. September) Aktionen und Veranstaltungen angemeldet und die europaweite Mobilisierung ist in vollem Gange.

Dortmund – ein “Labor”?

Weiterhin gibt es in Dortmund eine aktive und gefährliche Naziszene.
Dortmund ist mittlerweile eine Hochburg der sogenannten „Autonomen Nationalisten” in Deutschland geworden. Durch den permanenten Zuzug von Neonazi-Kadern aus anderen Regionen ist hier so etwas wie ein „Labor” für diejenigen Neonazis entstanden, die versuchen einen neuen aktivistischen und militanten Stil in der Neonaziszene zu etablieren. Die sogenannten „Autonomen Nationalisten” haben sich Kleidungsstil und Aktionsformen der linksradikalen Autonomen angeeignet und dabei völkisch und nationalsozialistisch umgewandelt.

In den vergangenen Monaten ließ die Dortmunder Naziszene ihren Frust über das eigene Versagen in 2009 vor allem an den Nazigegner_innen, derer sie habhaft werden konnten, aus. Besonders hart traf es eine Familie im Stadtteil Dorstfeld, die von dort ansässigen Nazis derartig terrorisiert wurde, dass sie sich schließlich gezwungen sah, aus dem Stadtteil fortzuziehen.

Der Neonazismus und die Stadt

Für einen handfesten Skandal sorgte der ehemalige Chef der Feuerwehr Dortmund, heutiger Leiter eines stadteigenen Institutes für Feuerwehrtechnik und langjähriges Mitglied der SPD: Klaus Schäfer. Nachdem er Ende April als Teilnehmer einer Neonazikundgebung in Erscheinung trat, konnten Antifaschist_innen in Erfahrung bringen, dass Schäfer bereits seit einiger Zeit aktives Mitglied der Dortmunder Naziszene ist und beispielsweise auch an der Kundgebung am 5. September 2009 teilnahm. Auch wenn Schäfer umgehend suspendiert wurde, zeigt sich hier deutlich, dass Neonazismus in Dortmund längst nicht nur ein Jugendphänomen ist.

In der Dortmunder Öffentlichkeit hat sich seit letztem Jahr Einiges bewegt. Den Naziaufmarsch haben viele Akteur_innen gegen Rechts als Aktionsfeld genutzt. Am 5. September fand eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, die dazu beitrugen, dass der Handlungsspielraum der Nazis stark eingeschränkt wurde. Zu einem aktiven Vorgehen gegen den Aufmarsch der Nazis konnten sich viele dieser Akteur_innen jedoch nicht durchringen; es wurde auch dann noch an Veranstaltungen festgehalten als längst klar war, dass die Nazis sich weitab von diesen im Hafen treffen würden.
Weiterhin problematisch ist zweifellos die Herangehensweise der offiziellen Stellen. Während Stadt und Polizei mit jahrelanger Verspätung aufgefallen ist, dass Dortmund ein Naziproblem hat, gefallen sich die verantwortlichen Amtsträger_innen in ihrer neuen Rolle als „Kämpfer_innen gegen Rechts”. So glaubt der Sonderbeauftragte der Stadt für „Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, Hartmut Anders-Hoepgen inbrünstig: “Dortmund ist eher eine Hochburg des Widerstands gegen Rechts.” Substantielles Engagement gegen Neonazis ist von diesen Leuten jedoch nach wie vor nicht zu erwarten. Eine Menge Geld hat die Stadt Dortmund zuletzt in die Erstellung einer Studie über die Dortmunder Naziszene gesteckt. Das Resultat war mehr als dürftig: Über die Verfasstheit der Neonaziszene liefert die Studie keine Erkenntnisse; die Arbeit von Antifa-Gruppen wird völlig ausgeblendet.

Auf zu neuen Taten!

Gerade die Arbeit linker Antifa-Gruppen hat dazu beigetragen, dass die Dortmunder Naziszene deutlich weniger frei agiert als noch vor zwei Jahren.

Mit regelmäßigen Aktionen wie dem Gedenken an Thomas Schulz und den Protesten am Antikriegstag ist es gelungen, das Naziproblem zum Thema zu machen. Doch auch abseits solcher Events findet eine kontinuierliche Arbeit statt. Zuletzt gründeten Dortmunder Antifa-Gruppen das “Dortmunder Antifa Bündnis”, um diese Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Für den September gilt es nicht nur an all dies anzuknüpfen, sondern auch mit gemeinsamer Anstrengung einen weiteren Schritt dahin zu gehen, dass ein Nazi-Event wie der “Nationale Antikriegstag” in Dortmund keine Zukunft hat. Das S4-Bündnis ruft dazu auf, am ersten Septemberwochenende nach Dortmund zu kommen und gegen den Naziaufmarsch auf die Straße zu gehen!

*Auf zu neuen Taten! – Dem Naziaufmarsch am 4. September in Dortmund entgegentreten.

Unterstützer_innenliste

Kein Sommer ohne Antifa

Das Antifa Camp im Rheinland 2010

Es ist soweit, ab sofort könnt Ihr Euch für das Antifa Camp im Rheinland anmelden.

Das Camp beginnt am Mittwoch, den 18. August und geht bis zum Sonntag, den 22. August.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein vielseitiges Programm mit vielen Workshops und Diskussionsrunden. Mit dabei sind wieder Angebote zu Themen wie Antifaschismus, Militarismus, Sexismus, Kapitalismuskritik und vieles mehr. Auch praktische Tips für die Arbeit vor Ort, Kultur, Party und Zeit für den Austausch mit „alten Hasen“ und Leuten und ganz neu dabei sind, werden nicht zu kurz kommen.

Das vorläufige Programm gibt es jetzt online.

Antifa Camp 2010

Achtung: Um am Camp teilzunehmen müsst Ihr Euch vorher bei uns anmelden!

Wer sich nicht online anmelden möchte, kann in verschiedenen Stadten direkt Karten kaufen. Vorverkaufsstellen gibt es in Bonn, Leverkusen, Köln und Düsseldorf. Infos dazu bekommt ihr auf den Internetseiten der jeweiligen Antifa Gruppe vor Ort.

Für Leute mit Kindern bieten wir während der Workshops Kinderbetreuung an, bitte schreibt im Anmeldeformular, wen und in welchem Alter ihr mitbringt. Hunde, Katzen, Ratten und andere Haustiere müssen leider zuhause bleiben!

Wenn Ihr die Anmeldung ausgefüllt habt, bekommt Ihr von uns Post mit allen weiteren Infos.

Offener Antifatag

Am 10. Juli lädt die Antifaschistische Jugend Köln gemeinsam mit der Antifaschistischen Koordination Köln Umland (AKKU) zu einem offenen Antifatag ein.

Es wird Workshops und Vorträge geben, aber auch die Möglichkeit selber Aktiv zu werden.
Ab 21:00 Uhr ist dann AKKU Party mit Klängen von Punk bis New Wave.

Beginn ist um 14:00 Uhr im Autonomen Zentrum in Köln Kalk (Wiersbergstraße 44)

WICHTIG: Sollte das AZ bis zu diesem Tag geräumt werden, kann der Offene Antifatag leider nicht stattfinden. Stattdessen wird zum Reclaim The Streets aufgerufen. In diesem Fall wird die AKKU-Party ab 21 Uhr in der LC36/Ludolf-Campenhausen-Straße 36 stattfinden.

Hier das vorläufige Programm des Tages:

Erste Workshop Phase von 14:00 bis 15:30 Uhr

Vortrag: Antifa 2010: Zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Antifaschistischen Bewegung.

Vortrag: Nazis-Szene und antifaschistischer Widerstand in Belarus/Weißrussland
Das heutige Weißrussland, postsowjetisches Land, ist ein Polizeistaat,
wo ein und der selbe Mensch, Alexander Gregorewitsch Lukaschenko seit 17 Jahren an der Macht ist.
Da Pressefreiheit und Meinungsrecht nicht existieren und Demonstrationen verboten sind, bekommt die anarchistische Bewegung die Repression des
Staates zu spüren, durch politische Prozesse, Verhaftungen und
KGB-Überwachung. Politisches Handeln wird dadurch im Voraus erstickt.
Dazu wollen wir noch einen Einblick in die Entstehung der
anarchistischen und antifaschistischen Bewegung in Belarus geben. Die
Antifa-Szene ist eng mit dem Fußball verstrickt, wo die Nazi-Szene auch
eine große Rolle spielt. Kurzfilme werden gezeigt , um eine genauere
Vorstellung dessen zu erhalten, wie der politische Kampf dort auf den
Straßen von Minsk aussieht. Der Vortrag wird von einem Referenten aus
Belarus in russischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt.

Zweite Workshop Phase von 17:00 bis 18:30 Uhr

Vortrag: Autonome Nationalisten
Was ist neu an den „Autonomen Nationalisten“ und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind?
Welche Bedeutung hat der „Schwarze Block“ für sie?
Wie greifen andere Neonazis das Konzept der „Autonomen Nationalisten“ auf und welche Überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD?
Die neonazistische „Aktionsgruppe Rheinland“ wird auf ihre Inhalte untersucht.
Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen „Großevents“ für die „Autonomen Nationalisten“.
Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen „Autonome Nationalisten“ aussehen kann.

Tagsüber von 14-18 Uhr

Workshop: Streetart, Aufkleber gestalten, Transpis gestalten in einem Raum mit mehreren “Stationen”

ab 19 Uhr

Blockadetrainig

ab 21 Uhr

PARTY zu Klängen von Punk bis New Wave