Archiv für August 2011

DORTMUND 2.9. bis 3.9.2011: Naziaufmarsch sabotieren, blockieren, verhindern!

Wir unterstützen den Aufruf des Alterta!-Bündnis den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund zu sabotieren, blockieren und letzendlich zu verhindern!

Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht. …Aufruf weiterlesen.

Beachtet auch die linksradikale Vorabenddemo am 02. September.

…weitersagen!

DRINGEND! ANSCHLAG AUF NAZI GEGNER IN AACHEN! MAN TRACHTET NACH UNSEREM LEBEN! FEIGER UND HINTERHÄLTIGER ANSCHLAG AUF GEWERKSCHAFTER!

DER GEWERKSCHAFTER/INNEN-AK-AACHEN INFORMIERT:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier eine Hiobsbotschaft: Am heutigen Morgen (15. August 2011) gegen 04.00 Uhr wurde ein feiger und hinterhältiger Anschlag auf unser Wohnhaus Freunder Landstr. 100, 52078 Aachen, verübt.

Das vor der Haustür parkende Auto unseres Mieters wurde in Brand gesetzt und das Haus Freunder Landstr. 100 mit Farbbeutel beworfen! Die Hausfront ist total mit Farbe beschmiert!

Meine Frau und ich lagen im Tiefschlaf und wurden durch die Berufsfeuerwehr Aachen geweckt, die den Autobrand löschten!

Bei diesem feigen und hinterhältigen Anschlag nahmen die Täter billigend in Kauf, dass das Haus hätte Feuer fangen können und wir dadurch an Leib und Leben geschädigt worden wären. In unmittelbarer Nachbarschaft wohnt eine Familie mit drei kleinen Kimndern!

Dieser Anschlag kam nach meinem Dafürhalten nicht von ungefähr, sollte doch am 27. August 2011 das Konzert „ROCK GEGEN RECHTS – EIN KONZERT FÜR FRIEDEN UND FREIHEIT – GEGEN FASCHISMUS UND KRIEG“ im Ellerhof in Aachen Brand stattfinden.

Der Bürgermeister der Stadt Stolberg, Herr Ferdi Gatzweiler, hatte die Schirmherrschaft über unser MEGAEVENT „ROCK GEGEN RECHTS – EIN KONZERT FÜR FRIEDEN UND FREIHEIT – GEGEN FASCHISMUS UND KRIEG“, das am Samstag, den 27. August 2011 im Saalbau „ELLERHOF“, Freunder Landstr. 8, 52078 Aachen, stattfinden sollte.

Er wird von mir über diesen Anschlag informiert werden.

Die Medien sind bereits informiert, und am morgigen Tage (Dienstag, den 16. August 2011) findet um 16.00 Uhr eine Pressekonferenz in der Gaststätte „FREUNDER ECK“, Freunder Landstr. 65, 52078 Aachen, statt.

WEITERE INFOS HIERZU WERDEN FOLGEN! NEUES IN DER SACHE WIRD ABER AUCH STÄNDIG AUF DIE HOMEPAGEN www.ak-gewerkschafter.de und www.stones-club-aachen.de GEPOSTET! Klickt deshalb auch beständig unsere Homepages an!!!

EUER

Manni Engelhardt

-AK-Koordinator-

Quellen:

http://www.stones-club-aachen.de/

http://www.ak-gewerkschafter.de/

http://de.indymedia.org/2011/08/314044.shtml

http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/anschlag-auf-nazigegner

Die Antifa Euskirchen/Eifel solidarisiert sich mit den Betroffenen!
Betroffenenheit und WUT über die gesellschaftlichen Zustände, die sowas möglich machen.
Wir machen weiter … bis die Scheisse aufhört! Den rechten Konsens brechen!

Bahnhofsbuchhandlung in Euskirchen verkauft extrem rechte Zeitungen

Die Bahnhofsbuchhandlung Euskirchen, eine Filiale von Falter Bücher und Presse, verkauft unter anderem die Deutsche Stimme, die Junge Freiheit und die National-Zeitung. Diese Zeitungen sind eindeutig rechtsextrem, rassistisch, antisemitisch und geschichtsrevisionistisch, weswegen wir die Bahnhofsbuchhandlung in einem offenen Brief dazu auffordern, sie aus dem Angebot zu nehmen:

Kreis Euskirchen, Juli 2011

Offener Brief an die Bahnhofsbuchhandlung Euskirchen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Uns ist aufgefallen, dass Sie in der Bahnhofsbuchhandlung Euskirchen, einer Filiale von „Falter Bücher und Presse“, unter anderem Zeitungen verkaufen, die eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind. Damit fördern sie rechtsextreme Propaganda und bieten Nazis Raum für deren rassistische und antisemitische Hetze.

Bei den extrem rechten Zeitungen, die Sie verkaufen, handelt es sich konkret um die Deutsche Stimme (DS), die Junge Freiheit (JF) und die National-Zeitung (NZ).


Extrem Rechte Zeitungen wie die „Junge Freheit“, die „National-Zeitung“ oder die „Deutsche Stimme“ liegen in der Bahnhofsbuchhandlung Euskirchen direkt neben der „Jüdischen Zeitung“ – eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus

Die Deutsche Stimme ist das offizielle Parteiorgan der NPD, der größten rechtsextremen Partei Deutschlands, die auch enge Beziehungen und zum Teil auch personelle Überschneidungen mit gewaltbereiten Neonazi-Kameradschaften hat.
Überschriften in der Deutschen Stimme wie „Deutschland muß wieder deutsch werden!“, „Deutsche Erniedrigung und Wiederjudmachung“ oder „Stoppt den Asylantenbetrug“ belegen die eindeutig rassistische, antisemitische und geschichtsrevisionistische Ausrichtung der Zeitung.

Die Junge Freiheit ist ein Sprachrohr der Neuen Rechten. Einige Redakteure stehen der extrem rechten Partei Die Republikaner nahe. Nach Meinung etlicher Wissenschaftlerstellt die Zeitung ein Scharnier zwischen Rechtskonservatismus und Rechtsextremismus dar. Der Holocaust wird immer wieder dadurch relativiert, dass das Gedenken daran von der Zeitung als „Zivilreligion“ dargestellt wird, die einen „deutschen Selbsthass“ geschaffen habe. Die Junge Freiheit fordert die Abschaffung von §130 StGB, also des Strafbestandes der Holocaustleugnung. JF-Autoren wie Stefan Scheil und Alfred Schickel rechtfertigten in ihren Artikeln manche Verbrechen der Wehrmacht.

Die National-Zeitung ist genau wie die Deutsche Stimme eindeutig rechtsextrem. Sie wurde 1951 von ehemaligen Mitgliedern der Wehrmacht und der SS gegründet und relativiert bis heute die Verbrechen Nazi-Deutschlands. So werden beispielsweise Zweifel am Selbstmord Rudolf Heß geäußert. Oft finden sich auch extrem israelfeindliche Äußerungen.

Dadurch dass sie diese Zeitungen anbieten, fördern Sie also rechtsextreme Propaganda. Die Ansichten dieser Zeitungen gehen weit über das akzeptable Maß von Meinungsfreiheit hinaus, sondern sind unserer Ansicht nach – und nach Ansicht von renommierten WissenschaftlerInnen – ganz klar antisemitisch, rassistisch und geschichtsrevisionistisch.
Dass Junge Freiheit, National-Zeitung und Deutsche Stimme bei Ihnen zudem direkt neben der Jüdischen Zeitung liegen, ist eine Verhöhnung der 6 Millionen Jüdinnen und Juden, die im Faschismus ermordet wurden.

Wir fordern Sie auf:
Bieten sie Neonazis keinen Raum oder betreiben Sie zumindest nicht selbst rechtsextreme Propaganda, denn nichts anderes tun Sie, wenn sie solche Zeitungen verkaufen.
Nehmen Sie Junge Freiheit, National-Zeitung und Deutsche Stimme sofort aus dem Angebot!

Mit freundlichen Grüßen,

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Stimme
http://de.wikipedia.org/wiki/National-Zeitung_%28M%C3%BCnchen%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit

Mittlerweile haben wir eine Antwort der Bahnhofsbuchhandlung erhalten, die nicht auf unsere Forderung eingeht und stattdessen mit „Meinungsfreheit“ argumentiert:

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank das Sie uns mit Ihrem Anliegen kontaktiert haben.
Dass die Bahnhofsbuchhandlung in Euskirchen den Anspruch der
Internationaltät hat ,
zeigt eigentlich dass wir uns an alle Bürger und Nationalitäten richten.
Dabei sollte bzw. darf von unserer
Seite keine Diskriminierung statt finden.

Der Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes besagt dass jeder das Recht
auf freie Meinungsäußerung hat.
Hierunter fallen insbesondere Zeitungen und Zeitschriften als
Verbreitungsmedium. Eine Einschränkung
fndet nur Artikel 5 Paragrapg 2 statt.

Da gerade Zeitungen – und Zeitschriften wie auch rechtsradikale
Schriften nah an den Grenzen dieses
Paragraphen sind, werden diese Zeitungen insbesondere von Juristen
geprüft und entschrechend freigegeben.

Da wir als Verkäufer keine Zensur ausüben dürfen bzw. kein Recht haben
den Artikel 5 einzuschränken, müßen
wir diese Zeitschriften weiterhin verkaufen.
Ich hoffe das Sie im Sinne der Demokratie hierfür Verständnis haben, und
bedanke mich für Ihr Anliegen.

--
Mit freundlichen Grüßen

Falter Bücher& Presse Vertrieb
GmbH& Co. KG
Talbotstraße 25
52068 Aachen
Fon : 0241-9668180
Fax : 0241-9668189

Da wir mit dieser Argumentation überhaupt nicht einverstanden sind und weiterhin darauf beharren, dass die rechtsextremen Zeitungen aus dem Angebot genommen werden, hier nun unsere Antwort:

Kreis Euskirchen, August 2011

2. Offener Brief an die Bahnhofsbuchhandlung Euskirchen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vielen Dank für Ihre Antwort auf unseren offenen Brief.

Auch wir sind selbstverständlich für Meinungsfreiheit, Demokratie und Toleranz. Allerdings muss Toleranz auch seine Grenzen haben, intolerante und rassistische Hetze darf nicht toleriert werden. Wer Rassismus und Antisemitismus Meinungsfreiheit nennt, der macht sich selbst mitschuldig an rassistischen Pogromen und rechtsextremen Gewalttaten wie 1992 in Rostock-Lichtenhagen oder zuletzt in Norwegen. Ihrer Argumentation nach wäre auch der Holocaust letztendlich „Meinungsfreiheit“. So eine falsche Toleranz ist für uns auf keinen Fall akzeptabel!

Auch wenn Deutsche Stimme, Junge Freiheit und die National-Zeitung offiziell nicht verboten sind, heißt das noch lange nicht, dass es vertretbar wäre, sie zu verkaufen. Erst recht sind Sie nicht dazu verpflichtet. Jede Buchhandlung wählt ihr Angebot selbst aus.

Ihren Anspruch auf Internationalität erfüllen Sie nicht, solange sie Zeitungen verkaufen, die Deutschland über andere Nationen stellen und (vermeintlich) nichtdeutsche Menschen als minderwertig darstellen.

Vielleicht befürchten Sie ja einfach finanzielle Einbußen, wenn sie die extrem rechten Zeitungen aus dem Angebot nähmen. Diese Befürchtung rechtfertigt für uns aber keinesfalls den Vertrieb solcher Zeitungen und die damit verbundene Förderung von Neonazis. Zudem stellt sich die Frage, was geschäftsschädigender wäre: Wenn sie drei Zeitungen nicht mehr verkaufen würden oder wenn sie dauerhaft ein Image als Nazi-Buchhandlung bekommen würden. Wir glauben: Letzteres!

Um auf Ihren letzten Satz einzugehen („Ich hoffe das Sie im Sinne der Demokratie hierfür Verständnis haben, und bedanke mich für Ihr Anliegen.“): Nein wir haben kein Verständnis für Ihre menschenverachtende Argumentation und dafür, dass Rassismus, Faschismus und Antisemitismus als Meinungsfreiheit bezeichnet und toleriert werden!

Mit freundlichen Grüßen,