Hoyerswerda schon vergessen! Veranstaltung zum 20. Jahrestag des ersten rassistischen Pogroms nach 1945


Euskirchen:
Mittwoch 14. September, 19 Uhr
City-Forum, Hochstr. 39-41

Im September 1991 fand in Deutschland das erste rassistische Pogrom nach 1945 statt. Tagelang terrorisierte ein Mob aus Neonazis und Bürger_innen Flüchtlinge und Vertragarbeiter_innen. Menschen wurden schwer verletzt und durch die Straßen gehetzt, weil sie nicht in das Weltbild der Angreifenden passten. Dies führte schließlich zu einer „ausländerfreien“ Stadt.

In der Veranstaltung soll es um die Hintergründe dieser Taten gehen. Es geht vor allem um die Vorbereitungen in Hoyerswerda von Bürger_innen und Neonazis vor dem Pogrom und die rassistische Kampagne von CDU/CSU, um ihr Ziel der faktischen Abschaffung des Rechts auf Asyl durchzusetzen. Außerdem geht es um die nationalistische Stimmung in der Bevölkerung , verursacht durch die Wiedervereinigung, sowie die Rolle von Massenmedien, die mit dazu beitrugen, die Schuldigen für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme bei Armen und Rechtlosen zu suchen und nicht bei der Regierung und den Wirtschaftsbossen.

Diese Zeitzeugenveranstaltung soll der offiziellen Einheitsfeierei etwas entgegensetzen und Opfern rechter Gewalt und dem Widerstand dagegen eine Stimme geben.