Archiv für Oktober 2011

Jean Jülich ist tot

In der gestrigen Nacht ist Jean Jülich verstorben. Er war einer der wenigen die es wagten aufzustehen und Nein zu sagen. Einer der wenigen die Widerstand gegen den Faschismus leisteten. Als Teil der „Ehrenfelder Gruppe“ die den „Edelweisspiraten“ zuzurechnen sind, gelang es ihm im zerbombten Köln eine illegale Struktur aufrecht zuerhalten und rettete auf diese Art und Weise vielen Menschen das Leben.

„Ja, wo die Fahrtenmesser blitzen und die Hitlerjungen flitzen und die Edelweißpiraten hintendrein / was kann das Leben uns denn schon geben, wir wollen frei von Hitler sein.“

Hier ein Interview mit Jean Jülich.

Antifaschistischer Widerstand und Engagement sind legitim, wichtig und notwendig! Februar 2012 auf nach Dresden! Gegen die Kriminalisierung von Antifaschisten durch Staat und Justiz!

Seit 2010 wird mit dem bundesweiten Bündnis „DRESDEN NAZIFREI“ dem Aufmarsch der Neonazis in Dresden ein effektiver und eindeutiger Widerstand entgegengesetzt. Faktisch von Beginn an ist das Bündnis von Antifaschist_innen verschiedener gesellschaftlicher Schichten und unterschiedlicher Ansichten der Diffamierung, Isolierung und Kriminalisierung sächsischer Justiz und Politik ausgesetzt.

Mit Hilfe des Paragraphen 129 „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ wird mittlerweile gegen ca. 35 Personen strafrechtlich ermittelt.

Die Folgen für die Betroffenen sind nicht abzusehen.

Abzusehen ist jedoch, dass dieser Versuch der schweren Kriminalisierung bürgerschaftlichen Engagements einzig dem Ziel dient, den Widerstand gegen den Naziaufmarsch in Dresden zu spalten, zu schwächen und zu brechen.

Diesem Versuch treten wir mit unserem Videoclip entgegen.

JG-Stadtmitte / Aktionsnetzwerk Jena

http://dresden-nazifrei.com

http://de-de.facebook.com/dresden.stellt.sich.quer

http://twitter.com/#!/dd_nazifrei

Pressemitteilung: Polizei durchsucht Wohnungen von Erftstädter, Kölner und Dürener Neonazis (Rheinland)

Insgesamt sechs Wohnungen wurden am Donnerstag, den 13. Oktober im Rheinland durchsucht – berichtet das Fachportal „Blick nach Rechts“ [1]. Die Razzia richtete sich gegen Neonazis, die am 19. Februar 2011 am Rande der jährlichen rechten Großdemonstration in Dresden das linksalternative Wohn- und Kulturprojekt „Praxis“ mit Steinen angegriffen hatten. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs.
Auf einem Video des Angriffs sind unter anderem Sebastian Ziesemann aus Erftstadt und Paul Breuer aus Köln zu beobachten, wie sie die „Praxis“ mit Steinen attackieren bzw. den Angriff koordinieren. Ziesemann sticht dabei als einer der aktivsten Angreifer hervor [2]. Insgesamt beteiligten sich etwa fünfzig Personen an dem Überfall. Zur Tatzeit befanden sich mehrere Menschen in dem Haus, die wie durch ein Wunder, körperlich unverletzt blieben. Obwohl die Polizei mit mindestens zwei Autos vor Ort war, schritten die Beamten nicht ein.

Bei der Durchsuchung der Wohnräume von Breuer, Ziesemann, Ingo Haller (ehemaliger Kreisvorsitzender der NPD Düren) und drei anderen Personen aus dem Rheinland wurden unter anderem Computer, Speichermedien, Mobiltelefone und eine
Fotokamera sichergestellt.

„Während Neonazis getreu ihres rassistischen, antisemitischen und anti-linken Weltbildes gewalttätig gegen linke Hausprojekte ohne Rücksicht auf Menschenleben vorgehen, ermitteln die sächsischen Behörden vor allem gegen Antifaschist*innen und bürgerliche Nazigegner*innen. Legitime Blockadeversuche des Naziaufmarsches werden kriminalisiert, Wohnungen durchsucht, umfangreiche Handydaten gespeichert, und Ermittlungen gegen jene eingeleitet, die sich Neonazis – im Wortsinn – in den Weg stellen wollen. Obgleich eine Vielzahl von Angreifern*innen bereits wenige Stunden nach dem Vorfall im Internet von Antifaschist*innen identifiziert werden konnten [3], dauerte es acht Monate bis die Polizei die Wohnungen der Neonazis durchsuchte. Es drängt sich hier nicht nur der Verdacht auf, dass die Behörden von ihrem restriktiven Vorgehen gegen Nazigegner*innen ablenken wollen, sondern auch, dass ihnen nicht an einer zeitnahen und damit effektiven Beweissicherung gelegen war.“, kommentiert die Pressesprecherin der Antifa Erftstadt, Luca Plette die Vorgänge. „Unsere Solidarität gilt allen vom Staat kriminalisierten Antifaschist*innen und insbesondere den Bewohner*innen der ‘Praxis’.“, ergänzt Marcel Schrink, der ebenfalls Mitglied der Antifa Erftstadt ist.

Der ehemalige Boxer Paul Breuer gilt neben Axel Reitz als Führungsfigur der neonazistischen Kameradschaft „Freie Kräfte Köln“. Auch der Erftstädter Ziesemann gehört eben dieser Kameradschaft an und gilt als eines der aktivsten Mitglieder. In Dresden war er auch bereits im Vorjahr an gewalttätigen Ausschreitungen gegen Nazigegner*innen mitbeteiligt gewesen. [4]

[1] http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/razzia-bei-nrw-neonazis
[2] http://antifaaktionerftstadt.blogsport.de/2011/02/20/liblarer-neonazi-beteiligt-an-gewalttaetigem-ueberfall-auf-linkes-wohnprojekt/
[3] http://linksunten.indymedia.org/de/node/34151
[4] http://antifaaktionerftstadt.blogsport.de/2010/02/17/liblarer-neonazi-an-ausschreitung-in-dresden-beteiligt/
Umfassende Informationen zu Sebastian Ziesemann gibt es unter http://antifaaktionerftstadt.blogsport.de/index.php?s=ziesemann

Quelle: Antifa Erftstadt

In Gedenken an den Aufstand von Sobibor am 14. Oktober 1943 um 16.00 Uhr

Sobibor – The Forgotten Revolt / Sobibor – Der vergessene Aufstand in einem Vernichtungslager

http://www.sobibor.info/

http://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager_Sobibor

http://en.wikipedia.org/wiki/Sobibor_extermination_camp


http://de.wikipedia.org/wiki/Sobibor,_14._Oktober_1943,_16_Uhr

Wieder Neonaziaufmarsch in Remagen! Organisiert durch die Neonazis des AB-Mittelrhein in der Weinbergstrasse 17 in Bad Neuenahr!

+++Neonazis beginnen mit der Mobilisierung für den „Trauermarsch“ in Remagen+++Neonazis provozieren auf Bad Neuenahrer Kirmes+++AB-Mittelrhein mit Neuauflage der „Volkstod“-Kampagne+++

Remagen
Am 19. November wollen Neonazis aus dem gesamten Rheinland erneut in Remagen aufmarschieren. Aktuell ist dieser Aufmarsch jedoch durch die Kreisverwaltung Ahrweiler verboten. Dies scheint die regionalen Neonazis jedoch wenig zu stören und so beginnen sie laut ihrer Mobilisierungsseite mit der Mobilisierung für den sogenannten „Trauermarsch“. Weiter kündigen sie an, bereits im Vorfeld durch Aktionen auf das Thema aufmerksam zu machen. Dies bedeutet, dass in den Wochen unmittelbar vor dem geplanten Aufmarschtermin mit verstärktem Aktionismus der Neonazis in der Region zu rechnen ist. Letztes Jahr kam es neben Transparenten, Spontan-Aufmärschen und Saalveranstaltungen auch zu Übergriffen auf Menschen, die nicht in das kranke Weltbild dieser Faschisten passen. Hierbei wurden vermeintliche AntifaschistInnen von Neonazis überfallen, mit Schlägen und Fußtritten verletzt und bedroht. Außerdem kam es zu Angriffen auf Fahrzeuge und Wohnhäuser, die die Neonazis AntifaschistInnen zurechneten.
Deshalb bleibt wachsam, meldet Neonazi-Aktivitäten und lasst euch nicht einschüchtern!

Bad Neuenahr
Wie uns durch Emails berichtet wurde, provozierte eine Gruppe von ca. 20 Neonazis auf der Bad Neuenahrer Kirmes eine Gruppe Jugendlicher. Dabei kam es laut Aussagen auch zu Rangeleien. Die Neonazis flüchteten wohl kurzzeitig vor der eintreffenden Polizei, um wenig später erneut auf der Kirmes für Unruhe zu sorgen. Zu weiteren Vorfällen scheint es jedoch nicht gekommen zu sein, ob Menschen verletzt wurden ist, uns ebenfalls nicht bekannt.

Bad Neuenahr
Des Weiteren versuchten die Neonazis erneut mit ihrer sogenannten „Volkstod“ Kampagne die Bad Neuenahrer Öffentlichkeit zu erreichen. Ein großer Schriftzug wurde, wie auch im letzten Jahr, an die Weinberge gemalt und mehrere Stencils in der Stadt gesprayt. In ihrem Internet-Artikel heulen sie sich über das „Aussterben“ des „deutschen Volkes“ aus und beklagen wie schon so oft die angeblich fortschreitende „Fortpflanzungs-Unwilligkeit“ des „deutschen Volkes“. Die Neonazis um das „Aktionsbüro Mittelrhein“ zeigen wieder einmal deutlich, was sie mit solchen Aktionen erreichen wollen: Die Ausgrenzung von Menschen, die nicht in ihr krankes Weltbild passen und die Degradierung von Frauen zu „Gebärmaschinen“. Das ist für uns Rassismus und Sexismus in Reinform. Wir wollen eine befreite Gesellschaft für alle Menschen, frei von Rassismus, Sexismus und Nationalismus!
Anbetracht solches Treibens ist und bleibt Antifaschismus eine unverzichtbare Notwendigkeit!

Quelle:
Antifa Ahrweiler
http://antifaahrweiler.blogsport.de