Archiv für Mai 2013

Rassistischer? Brandanschlag auf türkischen Imbiss in Swisttal-Odendorf

SWISTTAL (RHEIN-SIEG-KREIS) – In einer Pressemitteilung teilte die Bonner Polizei vor einer halben Stunde mit, dass Unbekannte in der Nacht auf den 27. Mai “vor [dem] Eingang eines türkischen Imbisses in Swisttal-Odendorf eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit” entzündet hätten. Verletzte hätte es nicht gegeben, der Sachschaden sei gering, da der Inhaber des Imbisses den Brand rechtzeitig bemerkt hätte.

Da “ein fremdenfeindlicher Hintergrund für die Tat nicht auszuschließen” sei, “wurde der Bonner Staatsschutz im Rahmen einer besonderen Aufbauorganisation in die Ermittlungen eingeschaltet”, heißt es in der Pressemitteilung: “Es wird unabhängig von diesem Ermittlungsansatz in alle Richtungen ermittelt. Die Bonner Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.”

Erst vor drei Wochen hatte es einen Brandanschlag auf den Kiosk einer türkischstämmigen Familie in Hückelhoven (Kreis Heinsberg) gegeben, die NRW rechtsaußen Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen => https://nrwrex.wordpress.com/2013/05/07/hs-brandanschlag-auf-turkischen-kiosk/ berichtete.

Quelle: => https://nrwrex.wordpress.com/2013/05/27/su-brandanschlag-auf-turkischen-imbiss-in-swisttal-odendorf/

Odendorf liegt in ca. 5 Km Entfernung von Euskirchen in östlicher Richtung (Rheinbach) an der Grenze der Verwaltungskreise Euskirchen und den Rhein-Sieg-Kreis. Odendorf gehört zum Kreis Rhein-Sieg.

Wer weitere Infos oder sachdienliche Hinweise und Angaben machen kann, bitte sofort bei uns per E-Mail melden => antifaeuskirchen@riseup.net (PGP Key für die Verschlüsselung unter http://antifaeifel.blogsport.de/kontakt/ )

Wie hoch (Statistik!) ist die Aufklärungsquote des Bonner Staatsschutzes bei der Aufklärung und Verhinderung von Neonazi Verbrechen und Gewalt ( OT: „diffuser Jugendprotest“) hier in der Region???

Anbei der Dokumentation wegen, die Pressemitteilungen der Polizei Bonn.


POL-BN: Unbekannte entzünden vor Eingang eines türkischen Imbisses in Swisttal-Odendorf eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit – Keine Verletzten- geringer Sachschaden-Bonner Staatschutz ermittelt-

Bonn (ots) – In der Nacht zu Montag, 27.Mai 2013, bemerkte der 44jährige Hausbewohner und Besitzer des im selben Haus befindlichen Imbisslokals in Swisttal-Odendorf, Odinstraße, einen Knall vor dem Eingang. Als der 44-Jährige nach der Ursache des Geräuschs sah, stellte er fest, dass im Eingangsbereich auf der Fußmatte ein brennender Gegenstand lag. Er verständigte sofort Feuerwehr und Polizei. Den Brand auf der Fußmatte konnte der Grill-Betreiber mit Wasser selbst löschen.

Aufgrund erster polizeilicher Feststellungen vor Ort entzündeten Unbekannte eine Flache mit brennbarer Flüssigkeit. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand geringer Sachschaden.

Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund für die Tat nicht auszuschließen ist, wurde der Bonner Staatsschutz im Rahmen einer besonderen Aufbauorganisation in die Ermittlungen eingeschaltet. Es wird unabhängig von diesem Ermittlungsansatz in alle Richtungen ermittelt. Die Bonner Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

„Auch wenn kein Mensch verletzt worden ist, der Schutz und auch erste Hilfestellungen für betroffene Familienangehörige und der Bewohner des betroffenen Hauses sowie für ratsuchende Bürger und Bürgerinnen sind uns sehr wichtig. Deshalb haben wir unsere Präsenz vor Ort verstärkt und den Opferschutzbeauftragten eingebunden“, so Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa.

Derzeit finden im Wohnumfeld des Geschädigten Befragungen der Anwohnerschaft statt, Spuren werden gesichert und mit einer Flugblattaktion erhoffen die Ermittler weitere Hinweise zum Tatgeschehen und zu mutmaßlichen Tätern zu erlangen und fragen:

Wer hat in der Nacht auf Montag, 27.Mai.2013, verdächtige Personen in der Nähe des Bodrum-Grillrestaurants, Swisttal-Odendorf, Odinstraße, bemerkt?

Wem ist eine Person aufgefallen, die in der Nacht eine verdächtige Flasche transportierte?

Hinweise an die Polizei Bonn: Tel 0228/15-0 oder jede andere Polizeidienststelle.

Rückfragen bitte an:

Polizei Bonn
Pressestelle

Telefon: 0228 – 1510-21 bis 23
Fax: 0228-151202
www.polizei-bonn.de

Quelle => http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/7304/2479943/pol-bn-unbekannte-entzuenden-vor-eingang-eines-tuerkischen-imbisses-in-swisttal-odendorf-eine?search=odendorf

POL-BN: Unbekannte entzünden vor Eingang eines türkischen Imbisses in Swisttal-Odendorf eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit – Keine Verletzten- geringer Sachschaden-Bonner Staatschutz ermittelt-

Bonn (ots) – Einladung zum Foto- und Pressetermin um 13.30 Uhr:

Swisttal-Odendorf, Odinstraße 4.

Flugblattverteilaktion.

Vertreter der Polizeipressestelle vor Ort.

Rückfragen bitte an:

Polizei Bonn
Pressestelle

Telefon: 0228 – 1510-21 bis 23
Fax: 0228-151202
www.polizei-bonn.de

Quelle => http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/7304/2479950/pol-bn-unbekannte-entzuenden-vor-eingang-eines-tuerkischen-imbisses-in-swisttal-odendorf-eine?search=odendorf

Kall: Die Presse, die Politik und die Polizei – Die Politputze “und der geistige Dreck ist weg”

Zi­vil­cou­ra­ge in Deutsch­land: Die An­ti­fa­schis­tin Ir­me­la Men­sah-Schramm entfernt Neonazi Schmierereien von Hauswänden, Stromkästen sowie U-Bahn-Sitzen und macht sich damit nicht nur Freunde. Über 85.000 Na­zi-Schmie­re­rei­en hat sie be­reits über­sprayt.

Diese E-Mails ging uns am Samstag und Sonntag zu:

Nazischmierereien in Kall – Von Irmela Mensah-Schramm – Sa, 22:22 per Email

Hallo, liebe Antifaleute!

Selbst wenn ich nicht mit einer „Kopf-abhack-Methode“ gegen die Nazischmierer vorgehen würde, so betrachte ich die Reaktion der Verantwortlichen (Staatsschutz etc.) dennoch für verharmlosend und unverantwortlich, eigentlich sogar auch unerträglich!
Selbst wenn es angeblich „nur um „diffusen“ Jugendprotest handeln sollte, dürfen derartige Nazischmierereien nicht ignoriert und geduldet werden. Hier muss zumindest pädagogisch reagiert werden!

Ich bin seit nunmehr fast 27 Jahren bundesweit unterwegs – so war ich auch in NRW – um NS-Schmierereien aufzuspüren und zu tilgen – und wenn es sein muss, auch mittels „Sachbeschädigung“ – wofür ich gern Strafanzeigen über mich ergehen lasse.

Ich kann ein „Lied davon singen“, wie überall, auch in Berlin sogar unter Verbot stehende NS-Symbole und andere Nazischmierereien geduldet werden. In Bad Oyenhausen wurde fast 5 Jahre lang hinter dem Bahnhof eine 1998 von mir entdeckte fast 10 Meter lange Nazischmiererei geduldet,- bis ich sie eben per „Sachbeschädigung“ weitgehend unkenntlich machte.

Ich kann Euch auch verraten, warum mein Projekt „Hass vernichtet“ nun auch nach fast 17 Jahren keine staatlche Unterstützung erhält. Ich mache damit auf einen Zustand aufmerksam, wie er eigentlich nicht sein darf!

Auf meiner Webseite könnt Ihr mehr erfahren über mein Projekt: www.hassvernichtet.de.

Solidarische Grüße!

Irmela Mensah-Schramm

--
Irmela Mensah-Schramm

Ausstellungs-Projekt „Hass vernichtet“
http://www.hassvernichtet.de

=========================

Re: Nazischmierereien in Kall - Von Irmela Mensah-Schramm – So, 08:58 – Per E-Mail

Liebe Antifa-Leute!

Danke für Eure sehr schnelle Rückantwort!
Gern dürft Ihr meine Mail veröffentlichen! Man muss diesen untätigen und unfähigen Leuten den Spiegel vorhalten !!!

Ehrlich gesagt, bekam ich eine Wut, als ich Eure Geschichte las – und dies mit einer gewissen Genugtuung… Deshalb, da ich die Bestätigung bekam, das es nicht nur mir so ergeht. Ich habe bereits zwei Auszeichnungen zurück gegeben: die Bundesverdienstmedaille 2000 und das „Band für Mut und Verständigung“. Jenes staatliche „Bündnis für Toleranz und Demokratie“, welches mir auch mal einen Wettbewerbspreis für meine Ausstellung gab, kann nicht den Mut aufbringen, die von ihm ausgezeichnete Ausstellung zu präsentieren. Sie taucht übrigens auch nicht auf bei besonderen erwähnenswerten Projekten auf ihrer Webseite.
Diese Republick „stinkt“ buchstäblich vor Scheinheiligkeit! Und diese geht quer durch alle (!!!) Parteien, auch wenn es einzelne Leute gibt aus den Parteien, von CDU (tatsächlich das gibt es auch….) bis zu den Linken. Aber die kann man höchstens an maximal zwei Händen zählen.

Gestern war ich 10 Stunden unterwegs und mußte auch mal wieder feststellen, wie ein linkes Bündnis eine „Ausländer Raus“ -Schmiererei etliche Wochen geduldet hat. Ich hab dies mit schwarzem Farbspray getilgt. Aber ein Mitglied dieses Bündnisses forderte mich vor einigen Monaten auf, mit ihnen „abzustimmen“ was ich wo und wann beseitigen dürfe. Als ich ihm auf einer Demo ein Foto von NS-Schmierereien die den Straftatbestand der „Volksverhetzung“ und Verstoß gegen § 86a erfüllten, fragte er mich:“Hast du das etwa weggemacht?“ Und weiter: „Die Aufkleber der NPD „Ein Herz für Deutschland“ kannst du dran lassen, die sind ja harmlos“….. Derartiges und Ähnliches erlebe ich ständig.
16 DIN A 3 Plakate von der NPD habe ich auch u.a. beseitigt …
Übrigens, falls es Euch interessiert: Ich zähle seit dem 3. Januar 2007 die von mir beseitigten Aufkleber (bundesweit). Die Zahl liegt jetzt exakt bei 58.133. So kann ich auch genau beobachten wann zu welchen Anlässen, in welchen Intervallen und wo wie viele Aufkleber geklebt wurden.

Zu Eurer Information: Am 6. Mai, also morgen bin ich um ca. 8.16 Uhr im http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/reportage/2097287/ Deutschlandradio zu hören. Wenn Ihr den RBB Berlin rein bekommt, ist die Sendung Kulturradio am 8. Mai um 19.04 bis 19.30 Uhr zu hören.

Fest steht, wir müssen uns zusammen tun!

Solidarische Grüße in die Eifel!

Irmela

Über Irmela Mensah-Schramm gibt es unter Wikipedia mehr Informationen! => http://de.wikipedia.org/wiki/Irmela_Mensah-Schramm

Rechten Schmierfinken eins auswischen – Berliner Rentnerin putzt seit Jahren braune Schmierereien weg => http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/2063947/

Wir sagen „Danke Irmela“ und wir machen wie Irmela weiter und Danken ganz Herzlichst nach Berlin!

=============================================

Der Artikel in der Rundschau! Quelle => http://www.rundschau-online.de/eifelland/-antifa-euskirchen--informiert-wirbel-um-neonazi-schmierereien,16064602,22676004.html#commentsRoot

„Antifa Euskirchen“ informiert
– Wirbel um Neonazi-Schmierereien

Erstellt 03.05.2013


Nicht nur Neonazi-Schmierereien, sondern auch Antifa-Graffitis kann man in Kall entdecken.  Foto: Pech

Hakenkreuze, rechte Zahlensymbolik und antisemitische Comics – auf über 120 Fotos hat die „Antifa Euskirchen“ nach eigenen Angaben Neonazi-Schmierereien in Kall dokumentiert. Von Klaus Pesch

Kall. 

Mit einer provokanten Mail sorgt die „Antifa Euskirchen“ in Kall für Wirbel. Offenbar will sie Politiker und Verwaltung aufrütteln. Im Zeitraum zwischen Januar und April seien über 120 Fotos aufgenommen worden, die Neonazi-Schmierereien dokumentierten. Die Antifa macht dafür eine Clique jugendlicher Neonazis verantwortlich, die sich in Kall unterhalb der Kirche an der Brücke über der Urft treffe.

Grünen-Fraktionschef Ekkehard Fiebrich griff das Thema gestern auf. Er kontaktierte Bürgermeister Herbert Radermacher und forderte diesen auf, Anzeige gegen unbekannt zu erstatten. Der Staatsschutz sei zu informieren, die örtliche Polizeistelle einzubinden und ein Kontakt zum Bündnis gegen Rechts, Rassismus und Gewalt herzustellen, um darüber die Öffentlichkeit zu erreichen. Dass Neonazis sich in Kall wohlfühlten, sei nichts Neues, behauptet die „Antifa Euskirchen“ weiter. Mehrfach hätten rechte Bands schon in Kall gespielt, was die Politiker zugelassen hätten. Man fordere, dass die Gemeinde positive Jugendarbeit leiste, um diesen Problemen etwas gegenüberzustellen.

Grünen-Sprecher Fiebrich sagte dazu der Rundschau, derartige Vorwürfe weise man entschieden zurück. Er glaube, dass der polemische Stil des Schreibens dazu führen werde, dass dies von weiten Kreisen der Politik nicht ernst genommen werde. Kall sei schließlich als eine der ersten Kommunen dem Bündnis gegen Rechts beigetreten, und man habe sich darauf verständigt, weder links- noch rechtsextreme Musikveranstaltungen in der Gemeinde zu dulden.

Über 120 Fotos von Neonazi-Schmierereien in Kall veröffentlicht die „Antifa Euskirchen“ auf einer Internetseite. 
Foto: Kehren

Fiebrich glaubt, dass es sich bei den Tätern nicht um Einheimische handele, sondern dass offensichtlich ein Treffpunkt an der Bahnstrecke Köln-Trier etabliert worden sei. Bislang habe der Bürgermeister vehement bestritten, dass Kall ein Anlaufpunkt für solche Personen sei. Herbert Radermacher sagte gestern der Rundschau, er kenne die „Antifa Euskirchen“ nicht, werde aber versuchen, diese zu kontaktieren. Gestern morgen habe er mit dem Ordnungsamt über die Vorwürfe gesprochen. Von angeblichen Farbschmierereien an der Kirche sei nichts bekannt. Graffitis an der Bahnhof-Unterführung könne man leider nicht verhindern. „Wir überlegen, einen neuen Anstrich zu verwenden, um solche Graffitis leichter wieder zu entfernen.“ Aber man könne unmöglich alle öffentlichen Bereiche schützen.

Der Rundschau gegenüber äußerte sich gestern auch der Bonner Staatsschutz zu den Vorfällen. Christoph Schnur vom Polizeipräsidium Bonn sagte der Rundschau, die Bilder seien dem Staatsschutz bekannt. Im Bereich Kall gebe es jedoch keine signifikante Häufung von Straftaten der rechten oder der linken Szene. Die Täter hätten keinen politisch motivierten Hintergrund, es handele sich wohl um diffusen Jugendprotest.

Derzeit habe man keine aktuelle Anzeigen vorliegen. Wegen eines am Bahnhof aufgesprühten Hakenkreuz-Symbols werde allerdings ermittelt. Es seien in der Vergangenheit häufiger solche Straftaten von Personen aus örtlichen Jugendhilfeeinrichtungen verübt worden. Es gebe aber keinen harten Kern in Kall, dem Straftaten dieser Art komplett zuzuordnen seien. Nicht alles, was die Antifa „oute“, müsse politisch rechts motiviert sein. Und die Anzahl politisch motivierter Straftaten im Raum Kall liege seit dem Jahr 2011 unter zehn Fällen.

Derweil lehnte die Antifa Euskirchen, vertreten durch ihre Pressesprecherin Conny Rattai, gestern einen Telefonkontakt mit der Rundschau ab. Per E-Mail gestellte Fragen werde man diskutieren und ausführlich beantworten, was aber bis Redaktionsschluss nicht geschah. Erreichbar ist die Organisation lediglich über einen Bonner Buchladen. Die Antifa selbst betreibt die Internetseite www.antifaeifel.blogsport.de. Dort findet man übrigens auch Tipps, wie man am besten Graffitis versprüht.

-----------------------

Kommentare aufsteigend sortieren

05.05.2013
08:08 Uhr

der_kommentator
sagt:

Jaja, die „liebe“ Politik, der Staatsschutz und die Rechten im Kreis Euskirchen.

Die Antifa deckt auf, die Politik will/kann keine Probleme aus dem rechten Bereich erkennen und der Staatsschutz und Staatsanwaltschaft sind einerseits auf dem rechten Auge blind, stark sehbehindert und tlw. ohne Interesse an der entsprechenden Vefolgung rechter Strafttaten.
Man ist mehr daran interessiert herauszubekommen wer Mitglied der Antifa ist, anstatt sich um das rechte Völkchen zu kümmern.
Dabei ist die Antifa eines der stärksten Frühwarnsysteme gegen Rechts!
Das die Antifa zügig rechte Aktivitäten erkennt, publik macht und die kommunale politische Ebene informiert, haben auch schon viele Politikwissenschaftler gesehen und lobend anerkannt.

Nur die Staatsmacht will das nicht einsehen und verschließt allzuoft immernoch die Augen!

http://www.rundschau-online.de/eifelland/-antifa-euskirchen--informiert-wirbel-um-neonazi-schmierereien,16064602,22676004.html#commentsRoot

Neonazi-Strukturen in Kall

Antifa Euskirchen/Eifel
Postfach:
Buchladen Le Sabot
c/o Antifa Euskirchen/Eifel
Breite Straße 76
D-53111 Bonn
E-Mail: antifaeuskirchen@riseup.net

Neonazi-Strukturen in Kall

An

Bürgermeister von Kall,
die Gemeinde Kall,
die Parteien,
Politiker*innen und
Verantwortliche

Kreis Euskirchen, Mai 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

In Kall sind im Zeitraum zwischen Januar und April 2013 wieder massive Neonazi-Schmierereien aufgetaucht. Es wurde wahrscheinlich auch die dortige Kirche massiv mit Naziparolen und -graffitis beschmiert.

Es scheint, dass die Kirchengemeinde die Neonazi-Schmierereien sofort wieder entfernt hat, es sind nur noch die „Übermalarbeiten“ bzw. die „Ausbesserungen“ (ca. 20 qm) zu erkennen!

Die verantwortlichen jugendlichen Neonazis, samt ihrer Clique kennen wir und diese treffen sich in Kall direkt unterhalb der Kirche an der Brücke über der Urft.

Wir haben diese massiven Neonazi-Farbschmierereien dokumentiert und es sind über 120 Fotos geworden. Die Fotos können hier eingesehen werden => https://secure.flickr.com/photos/antifaeifel/sets/72157633352398173/

Die Fotos dürfen gerne frei benutzt und weitergegeben werden.

Dass Neonazis sich in Kall wohlfühlen, ist nichts Neues. So spielte die Grauzone-Band „Enkelz“ (zwei Bandmitglieder waren nachweislich auch Bandmitglieder der Neonazi-Bonehead-Band „Commando Pernod“ aus Hamburg) schon mehrfach in Kall, die verantwortlichen Politiker*innen ließen ein Konzert in der Stadthalle zu (siehe http://antifaeifel.blogsport.de/2010/12/11/boehse-onkelz-coverband-enkelz-hamburg-heute-in-kall/ ). Ein alternatives Konzert in Golbach (http://www.art-eifel.de/festival-20-jahre-art-eifel/) wurde 2010 von rechten Jugendlichen, u.a. Mitgliedern des Kaller Maigelooges angegriffen. Die Gemeinde Kall setzte dem bisher wenig entgegen. Das Berufskolleg holte zwar eine Ausstellung zum Thema Rechtsextremismus nach Kall, allerdings eine vom Verfassungsschutz, der das Problem verharmlost und selbst in rechte Strukturen verstrickt ist (http://antifaeifel.blogsport.de/2013/02/19/pressemitteilung-antifa-kritisiert-kooperation-von-schulen-mit-dem-verfassungsschutz/ ). Solche Ansätze sind nicht zielführend, sondern peinlich. Die Gemeinde Kall sollte nun, erst recht nach dem Auftauchen neuer, massiver Sprühereien, den Neonazi-Strukturen endlich etwas entgegensetzen, z.B. in Form von positiver Jugendarbeit.

Kompetente Angebote und fachliche Beratung gibt es unteranderen bei IBS/MBR in Köln, die auch für Kall zuständig ist: http://www.mbr-koeln.de/vor-ort/kreis-euskirchen/

Es muss Schluss sein mit Verharmlosen, Verdrängen und Verschweigen von Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der Gesellschaft!

Über eine baldige schriftliche Antwort und Stellungnahme würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Conny Rattai
(Pressesprecherin der Antifa Euskirchen/Eifel)

Antifa Euskirchen/Eifel

Anlage: Bilder der Neonazifarbschmierereien in Kall, sowie PDF!
_________________________________


Überdimensionales „Hakenkreuz“ Kall Bahnhof Aufgang zu den Gleisen 1+2


„Hakenkreuz“ und „88“ Kall Bahnhof Fußgänger Unterführung


„Hakenkreuz“ an „Treffpunkt“ der rechten Jugendclique – Brücke über die Urft –
Zwischen Kirche und Bahnhof in Kall


„Schwarze Sonne“ und „Gabber Totenkopf“ Stencil – Kall Bahnhof Fußgänger Unterführung

Neonazi-Strukturen in Kall – Mai 2013 [PDF]