Remagen 2013: Deutsche Täter sind keine Opfer! NS Verherrlichung stoppen! … Nazis in Remagen und anderswo entgegentreten!

Remagen 2013: Deutsche Täter sind keine Opfer! NS Verherrlichung stoppen! ... Nazis in Remagen und anderswo entgegentreten!
Deut­sche Täter sind keine Opfer! – NS Ver­herr­li­chung stop­pen! … Nazis in Re­ma­gen und an­ders­wo ent­ge­gen­tre­ten!

Am Sams­tag Mor­gen folg­ten etwa 450 An­ti­fa­schist*innen dem Auf­ruf des Bünd­nis „NS Ver­herr­li­chung stop­pen“ nach Re­ma­gen. Nach einer Auf­takt­kund­ge­bung in der In­nen­stadt mit einem Re­de­bei­trag des Bünd­nis­ses und einem Gruß­wort des Bünd­nis­ses für Frie­den und De­mo­kra­tie Re­ma­gen setz­te sich die Demo in Rich­tung der Frie­den­s­ka­pel­le und den ehe­ma­li­gen Rhein­wie­sen­la­ger in Be­we­gung. Mit einer kraft­vol­len und laut­star­ken Demo konn­ten die In­hal­te des Bünd­nis­ses auf die Stra­ße ge­tra­gen und Bür­ger*innen in­for­miert wer­den. Etwa 250 Meter vor der Frie­den­s­ka­pel­le wurde der De­mons­tra­ti­ons­zug von der Po­li­zei ge­stoppt und ent­ge­gen vor­he­ri­ger Ab­spra­chen nicht in die Nähe der Ka­pel­le durch­ge­las­sen. An die­sem Ort woll­te das Bünd­nis die Kri­tik an den den lo­ka­len Op­fer­my­then die sich um die Rhein­wie­sen­la­ger ran­ken öf­fent­lich zum Aus­druck brin­gen. Dies wurde so un­ter­bun­den.


Auch 60 Jahre spä­ter: Keine Opfer son­dern Täter! – Teil­neh­me­rin mit selbst­ge­bas­tel­ten Pla­kat auf der An­ti­fa-​De­mo am 23.​11.​2013 in Re­ma­gen – Bild: Rhein­zei­tung

Wäh­rend der Zwi­schen­kund­ge­bung pro­vo­zier­te die Po­li­zei mit wahl­lo­sen Aus­weis­kon­trol­len. Im An­schluss zogen die An­ti­fa­schist*innen zu­rück in die In­nen­stadt, wobei es er­neut zu Pro­vo­ka­ti­on sei­tens der Po­li­zei kam. Nach der Ab­schluss­kund­ge­bung setz­ten sich Grup­pen von An­ti­fa­schist*innen in Rich­tung der Nazis ab um ihren Pro­test in Hör-​und Sicht­wei­te laut­stark kund zu tun. Dies wurde al­ler­dings er­heb­lich durch eine groß­räu­mi­ge Ab­sper­rung ver­hin­dert.

Etwa 300 Nazis be­tei­lig­ten sich am „Trau­er­marsch“. An­ge­reist waren sie unter an­de­rem aus NRW, RLP aber auch Bay­ern und Ber­lin. Erst­mals auf­ge­tre­ten ist die Na­zi­par­tei „Der III Weg.“

Das Bünd­nis zieht erst ein­mal ein po­si­ti­ves Fazit. Erst­mals konn­te zu einer an­ti­fa­schis­ti­schen Demo in Re­ma­gen mo­bi­li­siert wer­den, die mit 450 Teil­neh­mer*innen die Er­war­tun­gen der Or­ga­ni­sa­tor*innen über­tra­fen. Der an­schlie­ßen­de Pro­test wurde von der Po­li­zei teil­wei­se un­ter­bun­den, an man­chen Stel­len ge­lang es trotz­dem den Nazis un­se­re Mei­nung ent­ge­gen zu brin­gen.
Eine aus­führ­li­che­re Aus­wer­tung des Tages als auch eine Ein­schät­zung und wei­te­re Infos über die Nazis wer­den fol­gen.

Danke an alle Men­schen die uns heute in Re­ma­gen un­ter­stützt und un­se­re Kri­tik an deut­schen Op­fer­my­then und den Nazis auf die Stra­ße ge­tra­gen haben.