Archiv der Kategorie 'Antifa Euskirchen'

Faschismus in Geschichte und Gegenwart. Ein vergleichender Überblick zur Tauglichkeit eines umstrittenen Begriffs

Neue Wege für vergleichende Faschis­musforschung und antifaschistische Debatte

Borlänge/Schweden, 1. Mai 2016: Die schwedische Aktivistin Tess Asplund stellt sich einer Nazi-Demonstration in den Weg. Das Bild ging viral. Asplund's Kommentar: «Wenn dieses Bild von mir mehr Menschen dazu bringen kann, Widerstand zu leisten, dann ist alles gut.»
Borlänge/Schweden, 1. Mai 2016: Die schwedische Aktivistin Tess Asplund stellt sich einer Nazi-Demonstration in den Weg. Das Bild ging viral. Asplund’s Kommentar: «Wenn dieses Bild von mir mehr Menschen dazu bringen kann, Widerstand zu leisten, dann ist alles gut.»

Dieses schlanke Werk entstand als Auftragsarbeit nach einer Ausschreibung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Der Auftrag war sehr groß bemessen. Für ihn hätten eigentlich mehrere dicke Bücher gefüllt werden müssen. Daher ist den Autoren kaum vorzuwerfen, dass einige wenige Abschnitte ihres Buches allzu gedrängt und kurz abgerissen wirken.

Vielmehr haben die Autoren Bewundernswertes geleistet: Sie resümieren wichtige Stränge der Theorie und Forschung; sie präsentieren (auf den Seiten 17 und 18) eine beschreibende Arbeitsdefinition des Faschismus, die wohl alle seine Hauptaspekte und Hauptmerkmale enthält; sie reißen die historische Entwicklung des Faschismus in Italien, Deutschland, Österreich und Ungarn ab; sie verknüpfen die Faschismusforschung mit der Rechtsextremismusforschung. Damit nicht genug: Zum Ende des Buches kommt eine ganze Reihe von Fachleuten aus mehreren europäischen Ländern zu Wort. In 13 kurzen Interviews äußern sich nicht nur akademische Größen, sondern z.B. auch Mitarbeiter*innen des Berliner „Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums“ (Apabiz) und antifaschistischer Zeitschriften.

Alexander Häusler und Michael Fehrenschild beginnen auf wegweisende Art mit einer wichtigen Arbeit: Sie wenden die historisch entstandenen Faschismustheorien systematisch auf die heutige gesellschaftliche Situation und vor allem auf die aktuelle extreme Rechte an. Als Fazit ihres Werkes und ihrer Interviews mit Fachleuten kann gelten: Zwar existieren heute in ganz Europa hochgefährliche Gruppierungen, die sämtliche Kriterien für Faschismus erfüllen. Aber sie sind weit von der massenhaften Mobilisierungskraft ihrer Vorläufer aus der Zeit von 1918 bis 1945 entfernt. Die heute tonangebenden Kräfte der extremen Rechten – oft als „rechts­populistisch“ bezeichnet – unterscheiden sich ebenso gravierend von den historischen Faschismen, wie sich die heutige kapitalistische Gesellschaft von der damaligen unterscheidet.


NO PASARAN

Doch ist die Entstehung neuer faschistischer Massenbewegungen keineswegs ausgeschlossen. Im Buch von A. Häusler und M. Fehrenschild wird warnend darauf hingewiesen, dass sich zum Beispiel in einigen ostdeutschen Regionen eine völkische, rassistische Massenmobilisierung und eine „Faschisierung des Alltags“ vollzieht. Vielleicht sind die erfolgreichen rechtspopulistischen Parteien nur das Vorspiel einer neuen Epoche des Faschismus, der sie den Weg und den Boden bereiten? Dann wäre ihnen die Bezeichnung „Protofaschismus“ durchaus angemessen.

Faschistische Bewegungen können als autoritäre, radikal antiemanzipatorische Reaktion auf Probleme und Krisen im modernen Kapitalismus verstanden werden. A. Häusler und M. Fehrenschild betonen das in dieser Krisenreaktion enthaltene „Erhebungs- und Erlösungsversprechen“ an unzufriedene, autoritär und nationalistisch gestimmte Bevölkerungsmassen. Dieses Versprechen gewinnt seine Zugkraft und Glaubwürdigkeit ganz wesentlich durch die faschistische Entwendung und Umdeutung links-emanzipatorischer Formelemente. A. Häusler und M. Fehrenschild stellen das in Anlehnung an Theoretiker wie Antonio Gramsci, Franz L. Neumann und Eric Hobsbawm prägnant dar.

A. Häuslers und M. Fehrenschilds Buch schärft den Blick auf die historische und aktuelle extreme Rechte, es leistet wichtige Grundlagenarbeit für die Aktualisierung von Faschismusforschung und Faschismustheorie – und damit auch einen wertvollen Beitrag zu wirksamem Antifaschismus auf der Höhe der Zeit. Das Buch steht zum freien Download zur Verfügung.

Quelle: https://www.rosalux.de/publikation/id/41996/faschismus-in-geschichte-und-gegenwart

Kostenloser Download als PDF unter https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Manuskripte/Manuskripte_26_Faschismusstudie.pdf

ANTIFA – Mythos und Wirklichkeit einer Bewegung


ANTIFA – Mythos und Wirklichkeit einer Bewegung [GEGENLICHT Folge #1]

Quelle: LeftVision – https://www.leftvision.de/antifa-mythos-und-wirklichkeit-einer-bewegung-gegenlicht-folge-1/

Hanau war kein Einzelfall, Halle war kein Einzeltäter. Nazi-Netzwerke aufdecken!


Hanau war kein Einzelfall, Halle war kein Einzeltäter. Nazi-Netzwerke aufdecken!

Das Blut noch nicht getrocknet
Wir zählen die Tage schon
Die nächsten Schüsse fallen
Es geht von vorne los

Verwirrte Einzeltäter
Haben gerade Konjunktur
Ihr diskutiert schon wieder
Die Deutsche Reinkultur

Du weißt genau
Dass niemand sicher ist
Kugeln im Lauf
Wann hört das endlich auf?

Verdammt wie lange
Wollt ihr noch warten
Wer muss noch sterben?
Sag mir wie lange
Wird es noch dauern
Nur Blut und Scherben

Die stolzen Stichwortgeber
Die täglich Ängste schüren
Sie haben mitgeschossen
Ohne den Abzug zu berühren

Und keiner kann uns sagen
Wie weit das Netzwerk reicht
Wie viele Bomben ticken
Sie explodieren gleich

Von Hanau bis nach Halle
Alles nur Einzelfälle
Es sind zu viele Namen
Zu viele offene Fragen.

Flüchtlingshilfe #Moria statt Kriegsübungen in Nörvenich

Laut Dürener Zeitung vom 10. September 2020 wurde auf dem Flugplatz in Nörvenich am Mittwoch, den 09.09.2020 wieder einmal groß für den Krieg geübt. Der Artikel darüber, mit der Überschrift „Die Evakuierung aus Krisengebieten“, wurde mit einem Bild von der Kriegsübung illustriert, auf dem zu sehen ist, wie vier Eurofighter eine Transportmaschine A400M begleiten. Pro Flugzeug und Stunde kostete diese fotodokumentarisch aufgenommene Situation von der Kriegsübung dem Steuerzahler 90 000 Euro. Von der Belastung für die Umwelt wollen wir nicht reden, sondern dies nur am Rande erwähnen.

Flüchtlingshilfe statt Kriegsübungen! Jetzt!

Wir bekommen eine riesen Wut, wenn wir parallel dazu die Bilder von dem Flüchtlingselend in Moria sehen, welches mit auf die restriktive Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zurückzuführen ist, die von der rassistischen AfD und anderen faschistischen Parteien dabei unterstützt wird. Die Wut kommt daher, da zwischen beiden, der Kriegsübung und der Flüchtlingspolitik ein Zusammenhang offensichtlich ist. Diese Milliarden die für das Militär verbrannt werden stehen dann für Humanität und Soziales nicht mehr zur Verfügung. Die Ausgaben für Flüchtlinge und die Bekämpfung von Fluchtursachen nehmen sich neben den Ausgaben für das Militär wie Peanuts aus.

Moria auflösen! Jetzt! Menschen retten! Humanität ist grenzenlos!

Moria auflösen! Jetzt! Menschen retten! Humanität ist grenzenlos!

Aussage des stellvertretenden Kommodore Mbassa über die Kriegsübung: „Die Übung hat gezeigt, dass wir jederzeit gezielt eingreifen können.“ Warum bitteschön, wurden dann von Nörvenich noch keine Hilfsgüter nach Moria transportiert, wenn man doch jederzeit Zeit gezielt eingreifen kann? Und warum wurden noch keine Menschen von Moria, einem offensichtlichen Krisengebiet, nach NRW ausgeflogen? Dort warten 13.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen seit Jahren auf humanitäre Hilfe. Und das Lager in Moria ist leider nur eins unter vielen.

Eine Gesellschaft, die weitaus mehr für Militär und unproduktive Kriegsübungen statt für humanitäre und soziales Dinge ausgibt ist menschenverachtend und gehört grundlegend verändert.

Deshalb:

Finanzmittel für Flüchtlingshilfe, Fluchtursachenbekämpfung und Soziales statt für Kriegsübungen! Entmilitarisierung vorantreiben und mehr Zivilgesellschaft wagen!
Holt die Menschen aus #Moria raus! Jetzt!

https://www1.wdr.de/nachrichten/moria-lagebericht-wdr-reporter-100.html

Wir rufen auf zu #Gegenprotesten am 12.09.2020 in #Euskirchen / There is no alternativ there is only #Antifa #Antira and #Antideutsch

Das Bündnis Eifel gegen Rechts #EgR erwartet engagierte Menschen & ruft dazu auf, sich der #Gegenkundgebung am 12.09.20 ab 14:00 Uhr am Kirchplatz Ecke Anaturmstrasze in Euskirchen anzuschlieszen. Seit schön #Antideutsch & zeigt den #Faschos symbolisch & inhaltlich den #Mittelfinger

Seit schön #Antideutsch & zeigt den #Faschos symbolisch & inhaltlich den #Mittelfinger

Passt auf euch auf! Lasst euch nicht von Faschos und Polizei provozieren! Seit solidarisch und passt einander auf euch und andere auf!


Es gibt kein Deutschland! Es gibt kein Vaterland! Nationalismus führt zum Faschismus! Scheisze bleibt Scheisze! Nie wieder Deutszchland – Für eine solidarische offene Geselleschaft für Alle!