Antifa Computer
En­ga­gier­ten An­ti­fa­schis­ten droht die Ge­fahr, vom Staat über­wacht zu wer­den. Deshalb haben wir hier eine klei­ne Samm­lung mit nütz­li­chen Pro­gram­men zu­sam­men ge­stellt, die euch vor Über­wa­chung und Re­pres­si­on schüt­zen soll­ten. Denkt daran, dass es nicht sinn­voll ist, Pro­gram­men blind zu ver­trau­en. Nur wer sich zu­min­dest ein biss­chen mit den Pro­gram­men und deren Funk­tio­nie­ren be­schäf­tigt, kann si­cher und ver­ant­wor­tungs­voll damit um­ge­hen. Au­ßer­dem kann kein Pro­gramm einen 100%igen Schutz bie­ten. Trotz­dem ist es sinn­voll, sich einen hohen Si­cher­heits­stan­dard an­zu­eig­nen, nicht zu­letzt des­halb, weil man es dem Über­wa­chungs­staat nicht allzu leicht ma­chen soll­te.

Al­ter­na­tiv dazu könnt ihr euch die Bro­schü­re “Sicher durchs Netz” hier run­ter­la­den. Unter http://computergruppe.h48.de/ findet ihr eine komplette Sammlung mit Links, Software und Videos zum Thema.
Bei Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen , schreibt uns bitte ein­fach eine E-Mail antifaeuskirchen@riseup.net oder benutzt unser Online Kontaktformular.

Pass­wör­ter

1. min­des­tens acht, bes­ser mehr Zei­chen ver­wen­den
2. Kom­bi­na­ti­on aus Klein-​ und Groß­buch­sta­ben, Zah­len und Son­der­zei­chen nut­zen, deut­sche Um­lau­te mei­den
3. Wör­ter aus dem per­sön­li­chen Um­feld (Ei­gen­na­men, Ko­se­na­men,Haus­tier­na­men etc.)sind tabu
4. keine Wör­ter aus­su­chen, die im Duden oder ir­gend­ei­nem (Fremd­spra­chen-​)Le­xi­kon ste­hen; also auch keine Co­mic­fi­gu­ren oder Herr-​der-​Rin­ge-​Hel­den
5. Ge­burts­ta­ge oder an­de­re re­le­van­te Daten ver­mei­den
6. nicht ein­fach nur Son­der­zei­chen an­hän­gen, son­dern sie in das Pass­wort in­te­grie­ren
7. keine Wör­ter obi­ger Ka­te­go­ri­en ein­fach nur rück­wärts schrei­ben oder an­ders ver­frem­den
8. das Pass­wort nicht unter die Tas­ta­tur oder hin­ter den Mo­ni­tor kle­ben! wenn man es über­haupt auf­schreibt, dann den Zet­tel zu­min­dest si­cher auf­be­wah­ren
9. für jedes Sys­tem ein ei­ge­nes Pass­wort wäh­len
10. das Pass­wort nie­mals wei­ter­ge­ben

Um ein gutes Pass­wort zu er­hal­ten, denkt man sich bei­spiels­wei­se einen Satz wie “Hof­fent­lich errät bis zum Jahr ‘19 kein Bö­se­wicht mein si­che­res Pass­wort!” und nimmt von jedem Wort den An­fangs­buch­sta­ben. Das er­gibt dann “HebzJ’19k­B­m­sP!”. An den Satz er­in­nert man sich.

Lö­schen:
Wer eine Datei in den “Pa­pier­korb” ver­schiebt, die­sen leert und denkt es gäbe diese Datei nicht mehr, liegt lei­der falsch. Der Platz, auf dem diese Datei ge­spei­chert war, wird le­dig­lich zum neuen Be­schrei­ben frei­ge­ge­ben. Si­che­res lö­schen funk­tio­niert also nur, wenn der Platz auf dem die Datei lag, am bes­ten mehr­fach über­schrie­ben wird. Es gibt Pro­gram­me, die er­le­di­gen das di­rekt. Wir emp­feh­len das Pro­gramm Era­ser:
http://sourceforge.net/projects/eraser/

Sur­fen:
Mo­zil­la Fi­re­fox ist die kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ve zum Micro­soft In­ter­net Ex­plo­rer. Es las­sen sich aus­führ­lich Si­cher­heits­ein­stel­lun­gen tä­ti­gen. http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/

Email
Mo­zil­la Thun­der­bird ist das pas­sen­de Email Pro­gramm. Es wird als we­sent­lich si­che­rer ein­ge­stuft als das be­kann­te Out­look von Micro­soft. Es kann be­quem ein Add-​on (Pro­gramm-​Zu­satz) in­stal­liert wer­den, mit dem ihr Emails ver­schlüs­seln könnt.
http://www.mozillamessaging.com/de/thunderbird/

Email Ver­schlüs­se­lung (”PGP”)

PGP ist das Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren, dass sich wegen sei­ner Si­cher­heit, trotz aller Be­hin­de­run­gen durch ame­ri­ka­ni­sche Re­gie­rungs­be­hör­den, als De-​fac­to-​Stan­dard durch­ge­setzt hat. PGP ar­bei­tet mit dem Pu­blic-​Key-​ (Öf­fent­li­cher Schlüs­sel)-​Ver­fah­ren. An­wen­de­rIn­nen be­sit­zen zwei Schlüs­sel, einen öf­fent­li­chen und einen ge­hei­men. Daten, die mit dem einen Schlüs­sel ko­diert sind, kön­nen nur mit dem je­weils an­de­ren wie­der de­ko­diert wer­den. Mit dem Pu­blic-​Key einer Adres­sa­tIn ver­schlüs­sel­te Nach­rich­ten kannst nur du selbst mit dei­nem dazu pas­sen­den ge­hei­men Schlüs­sel wie­der ent­schlüs­seln. Gleich­falls kann eine Si­gna­tur (di­gi­ta­le Un­ter­schrift), die mit dem ge­hei­men Schlüs­sel der Ab­sen­de­rIn er­stellt wurde, nur mit dem pas­sen­den öf­fent­li­chen Schlüs­sel ent­zif­fert wer­den. Au­ßer­dem gibt es Me­cha­nis­men, mit denen die Echt­heit des er­hal­te­nen öf­fent­li­chen Schlüs­sels oder der di­gi­ta­len Si­gna­tur ge­prüft wer­den kann. Der ge­hei­me Schlüs­sel ist mit einem Pass­wort (Man­tra) ge­schützt. Ei­gent­lich soll­te es selbst­ver­ständ­lich sein, wegen der Wich­tig­keit aber trotz­dem an die­ser Stel­le er­wähnt wer­den: Ge­heim ist na­tür­lich nur, was ge­heim ge­hal­ten wird und das beste Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren hilft nicht, wenn beide Schlüs­sel zu­sam­men, wo­mög­lich mit dem Man­tra, auf­be­wahrt wer­den.

Das hört sich fürch­ter­lich kom­pli­ziert an. Etwas Aus­ein­an­der­set­zung mit PGP ist für seine An­wen­dung auch vom Si­cher­heits­stand­punkt er­for­der­lich. Hat mensch das Prin­zip ein­mal be­grif­fen und ar­bei­tet auch mit einem Pro­gramm, wel­ches PGP un­ter­stützt, ist das Ver­schlüs­seln von Nach­rich­ten so ein­fach wie Brief­um­schlä­ge zu­kle­ben. Mehr dazu fin­det ihr bei PGP.

Open Of­fice
Open Of­fice ist die Open­Sour­ce Al­ter­na­ti­ve zum kom­mer­zi­el­len Micro­soft Of­fice. Prin­zi­pi­ell er­setzt es alle be­kann­ten Micro­soft Pro­gram­me, wie Word, Excel, Power­Point etc. und ist trotz­dem zu den be­kann­ten Da­tei­for­ma­ten kom­pa­ti­bel. Der Um­stieg fällt recht ein­fach. Au­ßer­dem gibt es ei­ni­ge Si­cher­heits­pro­ble­me, die Micro­soft Pro­gram­me auf­wei­sen, hier nicht. Das ganze ist kos­ten­los und gibt es hier zum down­load: http://​www.​openoffice.​org

Ver­schlüs­se­lung von Daten
Wir möch­ten euch zwei Pro­gram­me vor­stel­len, mit denen ihr eure Daten ver­schlüs­seln und schüt­zen könnt. Das erste heisst Tru­eCrypt und wird als sehr si­cher ein­ge­stuft. Ihr könnt ent­we­der ganze Da­ten­trä­ger (z.B. Fest­plat­te oder USB Stick) ver­schlüs­seln oder nur Teile davon. Das funk­tio­niert dann über eine so­ge­nann­te Con­tai­ner Datei. Es wird ein be­stimm­ter Be­reich des Da­ten­trä­gers fest­ge­legt (z.B. 200 MB eines USB Sticks mit einer Ge­samt­grö­ße von 512 MB). Die­ser Be­reich ist ver­schlüs­selt und be­hält immer die glei­che Größe, un­ab­hän­gig davon, wie voll er ist. So kön­nen auch Teile der Fest­plat­te ver­schlüs­selt wer­den. Das Pro­gramm gibt es hier http://​www.​truecrypt.​org.
Ein wei­te­res Pro­gramm ist Com­puS­ec. Es ver­schlüs­selt Dis­ket­ten, USB-​Sticks, Fest­plat­ten etc. Das be­son­de­re daran ist die “pre boot ac­cess con­trol”. Das be­deu­tet, dass beim Ein­schal­ten des Rech­ners zu­erst das Pass­wort ein­ge­ge­ben wer­den muss, bevor das Be­triebs­sys­tem star­tet. Es kann also ohne Pass­wort nie­mand etwas mit dem Rech­ner an­fan­gen oder Daten aus­le­sen. Com­puS­ec ist kos­ten­los und gibt es hier: http://www.ce-infosys.com/english/free_compusec/free_compusec.html

Win­dows Si­cher­heits­lü­cken
Das klei­ne Pro­gramm XP-​An­tis­py schließt Si­cher­heits­lü­cken des Be­triebsys­tems Win­dows XP. Es macht le­dig­lich Ein­stel­lun­gen, die man auch so vor­neh­men kann. Da aber nicht jedeR weiß, wel­che Ein­stel­lung sinn­voll ist, kann das Pro­gramm durch­aus hel­fen. http://​www.​xp-​an­tis­py.​org

An­ti­vi­ren Soft­ware
Das Pro­gramm An­ti­vir ist für den pri­va­ten Ge­brach kos­ten­los. Es ver­fügt über eine re­gel­mä­ßi­ge Ak­tua­li­sie­rungs­funk­ti­on und kennt daher immer die neus­ten Viren. Hier gibt es den down­load http://​www.​free-av.​de/
Eine wei­te­re kos­ten­lo­se Va­ri­an­te ist Clam­Win. http://www.clamav.net

An­ti-​Spy Soft­ware
Das Pro­gramm “Spy­Bot-​Se­arch and de­s­troy” fin­det und löscht ver­steck­te Pro­gram­me (sog. Spy­wa­re, Tro­ja­ner, Key­log­ger), die bei­spiels­wei­se Pass­wör­ter oder per­sön­li­che Daten aus­spio­nie­ren. Auf fol­gen­der Seite gibt es den Down­load und ei­ni­ge Infos dazu www.spybot.info.
Einzusätzliches Programm ist Adware Freeversion von Lavasoft download unter http://www.lavasoft.com/
Das Pro­gramm Zone Alarm ist eine Fire­wall und prüft alle Pro­gram­me, die auf das In­ter­net zu­grei­fen und gibt zudem die Mög­lichg­keit, diese zu sper­ren. Das In­ter­net kann auch mit einem un­kom­pli­zier­ten “Klick” kom­plett ge­sperrt wer­den. Sehr über­sicht­lich und zu­ver­läs­sig, hier zum down­load: http://www.zonealarm.com/security/de/home.htm?lid=de

An­ony­mes sur­fen
Spe­zi­el­le An­ony­mi­sie­rungs­diens­te ver­hin­dern, dass Web­sei­ten die von Ihnen ge­nutz­te IP-​Adres­se spei­chern kön­nen. Sie ver­lang­sa­men das Sur­fen al­ler­dings merk­lich. Kos­ten­lo­se Diens­te sind JAP und TOR. Sehr ein­fach zu in­stal­lie­ren und zu be­die­nen ist der Brow­ser Tor­park, in den der An­ony­mi­sie­rungs­dienst TOR be­reits ein­ge­baut ist. Eine deut­sche Ver­si­on von Tor­park fin­det sich hier. Schnel­ler als die kos­ten­lo­sen Diens­te, al­ler­dings auch un­si­che­rer, sind kos­ten­pflich­ti­ge Diens­te wie Re­l­akks, Track­bus­ter, Ste­ga­nos und Safer­surf.
Schnell und ein­fach geht es auch mit In­ter­net­sei­ten wie www.​anonymouse.​org. Dort muss nur die ge­wünsch­te Ziel­adres­se ein­ge­ge­ben wer­den und schon kann es los­ge­hen.

Ein weiterer Dienst ist http://www.eff.org/https-everywhere der Electronic Frontier Foundation für den Firefox Browser.

Des­wei­te­ren soll­te ihr euren Brow­ser so ein­stel­len, dass er Cook­ies bei jedem Neu­start löscht. Cook­ies er­mög­li­chen es Web­sei­ten, Sie wie­der­zu­er­ken­nen. CCleaner ist das passenden Porgramm um Fileüberreste und Cookies zu entfernen.

Bei Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen, Fehlern , schreibt uns bitte ein­fach eine E-Mail antifaeuskirchen@riseup.net oder benutzt unser Online Kontaktformular.