Tipps: Kleben
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Zum Kle­ben wird nor­ma­ler Ta­pe­ten­kleis­ter be­nutzt, den ihr am bes­ten für schwe­re Ta­pe­ten an­rührt. Grund­sätz­lich wird die Wand (nicht das Pla­kat) mit Leim ein­ge­schmiert. Ach­tet dar­auf, dass die Leim­flä­che auf der Wand grö­ßer als das Pla­kat ist. Nach dem An­brin­gen des Pla­ka­tes noch mal mit dem Le­im­pin­sel fest drü­ber­ge­hen und an­d­rü­cken, vor allem die Ecken und Kan­ten, dann lässt sich das Teil nicht so schnell ab­krat­zen. Bei Frost kann etwas Salz in den Leim ge­ge­ben wer­den, dann friert er nicht so schnell an.
Die Pla­ka­te soll­tet ihr vor dem Los­ge­hen rol­len. Das heißt, dass sich An­fang und Ende bzw. Kopf und Fuß der Pla­ka­te um ei­ni­ge Zen­ti­me­ter über­lap­pen und zu­sam­men­ge­rollt wer­den. Das ist für den Trans­port recht prak­tisch und beim Kle­ben so­wie­so.

Plakate gegen Nazis

Wenn das Pla­kat auch aus ei­ni­ger Ent­fer­nung gut les­bar ist, kann es auch in meh­re­ren Me­tern Höhe an­ge­bracht wer­den, wo es nicht mehr so schnell ab­reiß­bar ist. Dazu muss es aber vor­her ein­ge­kleis­tert wer­den. Dann wird es über einem Schrub­ber oder aus­zieh­ba­ren Wischmob ge­legt und oben an die Wand ge­drückt.

Gut ist es auch immer, wenn meh­re­re Pla­ka­te ne­ben­ein­an­der ge­klebt wer­den. Das fällt dann eher auf. Und ach­tet dar­auf, dass nicht an­de­re wich­ti­ge Pla­ka­te in eurer Ar­beits­wut über­klebt wer­den, wenn sie noch ak­tu­ell sind. Dazu noch etwas recht­li­ches: Wenn eine leere Wand, Strom­kas­ten o.ä. oder auch kom­mer­zi­el­le Wer­be­flä­che über­klebt wer­den, so ist das straf­bar. Sinn­vol­ler ist es des­halb, mög­lichst an­de­re wild­ge­kleb­te Pla­ka­te als Un­ter­grund zu be­nut­zen, da ihr denn nicht die Schul­di­gen wart.

Es gibt die Mög­lich­keit, in den Kleis­ter feine Ne­on­röh­renglas­scher­ben ein­zu­mi­schen. Wer­den die Pla­ka­te dann ab­ge­kratzt, er­lebt der­je­ni­ge eine un­an­ge­neh­me Über­ra­schung. Mit die­ser Va­ri­an­te des Pla­ka­tie­rens soll­te mensch aber vor­sich­tig sein und sie nur im Not­fall be­nut­zen z.B. beim Pla­ka­tie­ren in einem Fa­scho­vier­tel. Sinn der Sache ist schließ­licht nicht, dass pla­ka­te­ab­rei­ßen­de Kin­der gleich die Hände vol­ler Glas­split­ter haben. Bei allen Pla­ka­ten soll­te ein V.i.S.d.P. (Ver­ant­wort­li­cher im Sinne des Pres­se­rechts) drauf­sein, da sonst die Kle­ber noch mal extra Pro­ble­me krie­gen kön­nen. Dafür könnt ihr euch fik­ti­ve Namen mit fik­ti­ver Adres­se aus­den­ken, z.B. „Didi & Stul­le, Schwar­ze Stra­ße 1, 10117 Ber­lin“.